Sanfte Renovierung: Wo sich die Ausgaben lohnen (und wieder auszahlen)
27. August 2026
Die richtige Reihenfolge der Arbeiten, Richtwerte für die Kosten 2026, was den Wert bei Verkauf oder Vermietung steigert und was reiner Luxus für dich selbst ist.
Es gibt zwei Arten von Renovierung: die für dich selbst und die, die sich im Preis wieder auszahlt. Wer beide verwechselt, zahlt am Ende drauf.
Die richtige Reihenfolge der Arbeiten (immer dieselbe)
1. Installationen (Elektrik, Sanitär) – alles, was in den Wänden steckt, kommt zuerst.
2. Verputz, Spachtelmasse, Estrich.
3. Fenster und Türen.
4. Bad und Küche (Fliesen, Sanitärobjekte).
5. Bodenbeläge.
6. Anstrich, Feinarbeiten, Möbel.
Wer vor den Installationsarbeiten streicht, zahlt doppelt.
Richtwerte für die Kosten (Arbeitslohn + durchschnittliche Materialien, 2026)
- Komplettanstrich einer 2-Zimmer-Wohnung: 1.200–2.500 €
- Komplettes Bad (Fliesen + Sanitärobjekte mittlerer Preisklasse): 3.500–6.500 €
- Küche (Maßmöbel + Haushaltsgeräte mittlerer Preisklasse): 4.000–8.000 €
- Guter Laminatboden, verlegt: 25–40 €/m²; Dreischichtparkett: 45–80 €/m²
- Komplett erneuerte Elektroinstallation (2-Zimmer-Wohnung): 2.500–4.500 €
Hol mindestens 3 schriftliche Angebote mit Mengenangaben ein. Unterschiede von 40% zwischen den Handwerkerteams sind normal.
Was sich bei Verkauf oder Vermietung wieder auszahlt
- Zahlt sich aus: frischer, heller Anstrich überall, ein funktionstüchtiges Bad ohne Schimmel, warme Beleuchtung in jedem Zimmer, ordentliche Innentüren. Das sind die Dinge, die eine Wohnung von „renovierungsbedürftig" in „guten Zustand" heben – also in ein anderes Preissegment. Den Unterschied im €/m²-Preis zwischen beiden Zuständen siehst du, wenn du Anzeigen aus deiner Region auf 360imobiliar (dem größten rumänischen Immobilienportal) vergleichst.
- Zahlt sich nicht aus: Premium-Ausstattung in einem durchschnittlichen Wohnblock, umfangreiche Smart-Home-Systeme, teure Maßmöbel. Das machst du für dich selbst, nicht für den Verkaufspreis.
Bei Vermietung: Denke in „Mietjahren"
Eine Investition von 3.000 €, die die Miete um 50 €/Monat erhöht, amortisiert sich in 5 Jahren. Über dieser Schwelle lohnt sich die Investition in der Regel nicht mehr für die Vermietung – es sei denn, du wohnst selbst dort.
Drei Fallen
1. Der „Handwerker, der alles kann" – meist Meister von nichts. Installateur, Fliesenleger und Maler sind unterschiedliche Berufe.
2. Vorauszahlung von Materialien nach der Liste des Handwerkers, ohne Belege. Kaufe größere Materialien selbst ein.
3. Kein Abnahmeprotokoll am Ende: Die Garantie auf die Arbeit (üblicherweise 2 Jahre bei Installationen) gilt nur, wenn sie schriftlich festgehalten wurde.